„Walde-Seifen zwischen Tradition und Moderne“ war das Thema der Besichtigung von „Walde-Seifen“ in Innsbruck am 5. November unter Leitung von TVKM-Freundeskreis-Obfrau Herlinde Keuschnigg mit Mitgliedern von Forum Land. Bei laufender Produktion erhielten die Teilnehmer der Führung durch Brigitte Rasch einen Einblick in die Firmengeschichte, die Geschichte der Produkte und deren Herstellungsmöglichkeiten. Die alte Seifenfabrik am linken Innufer in Innsbruck, heute Mariahilf/St. Nikolaus, gilt als kreative Keimzelle des aufstrebenden Stadtviertels. Produktdesignerin Nina Mair hat sich hier angesiedelt, ebenso Lisa Walde. Sie ist Modedesignerin und gehört zu jener Familie, die heute bereits in achter Generation Seifen produziert. Die Walde-Seifenfabrik ist die älteste ihrer Art in Österreich. Seit 1777 machen die Waldes Seifen. Bioseifen mit Zirben- oder Zitronenduft, unparfümierte Salzseifen, Wabenseifen mit Propolis oder schwarze Rasierseifen mit Sandelholzduft. Hinter dem Namen Tiroler Reine verstecken sich Seifen mit Naturdüften (von Zirbe bis Holunder), hinter Seifenflocken ein Waschmittel ohne chemische Zusätze. Produziert wird zwar seit über zehn Jahren in der Dörrstraße, aber auch im Seifengeschäft in St. Nikolaus und am Domplatz wandern nach wie vor die duftenden und reinigenden Stücke und passende Seifenaccessoires über den Ladentisch. "Neben erstklassigen Produkten, hochqualifizierten 54 Mitarbeitern und innovativer Technik liegt uns vor allem der Umweltschutz am Herzen", sagt Brigitte Rasch. Das reicht von der Auswahl der Rohstoffe und Zulieferer bis hin zum ökologisch sinnvollen Versand. Wer sich ein Bild machen – und duftig nach Hause gehen will – schaut selbst in der Seifenfabrik vorbei.
Dr. Heinz Wieser
aktuelle Bilder